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Freizeit-Tipps für den September 2009Was, wann und wo?
Einige Bilder haben sich in unser Gedächtnis eingebrannt: die Hissung der Sowjetflagge auf dem Reichstag 1945, der „Sprung in die Freiheit“ des DDR-Polizisten, der Kniefall von Willy Brandt in Warschau. Die Ausstellung „Bilder im Kopf. Ikonen der Zeitgeschichte“ im Bonner Haus der Geschichte fragt nach den Ursachen der Macht dieser Bilder. Infos: www.hdg.de
Am 13. September ist wieder „Tag des offenen Denkmals“. Die Auswahl ist groß: 7500 Denkmäler haben geöffnet. Kulturinteressierte haben dann Gelegenheit, Blicke hinter sonst oft verschlossene Türen zu werfen. www.tag-des-offenen-denkmals.de
Ein Paar schwarze Stiefel, 1886 von Vincent van Gogh in Paris gemalt: Philosophen und Kunst-historiker streiten sich anhand dieses Bildes bis heute über die Funktion von Kunst und den Nutzen der Interpretation. Das Kölner Wallraf-Richartz-Museum widmet diesem Gemälde eine eigene Schau, will damit die wissenschaftliche Auseinandersetzung für jedermann öffnen. Ab 18. September. Infos: www.museenkoeln.de
Das Neanderthal-Museum von Mettmann präsentiert derzeit die berühmte Londoner Ausstellung „Monster & Mythen“. Sie will Legenden über Bestien und vorwissenschaftliche Erklärungen für bestimmte Umweltphänomene wie Dinosaurierknochen aufdecken. Höhepunkte sind zum Leben erweckte Modelle eines Yetis, eines Drachen und eines Außerirdischen. Außerdem wird auch ein „Yeti-Skalp“ gezeigt. Weitere Tipps in Kürze Kommern. Die Ausstellung „Spielwelten aus Holz„
präsentiert einen Überblick aus der Spielzeugsammlung des Freilichtmuseums Kommern: von Bauklötzen bis zu Stallgebäuden und Puppenhäusern. Oberhausen. In der St. Antony-Hütte zeigt das LVR-Industriemuseum in der Sonderausstellung „Early Birthplaces - Frühe Stätten der Eisenindustrie“ Geburtsstätten der europäischen Industrie. Anhand zahlreicher Darstellungen werden die Besonderheiten, aber auch
die Gemeinsamkeiten dieser Regionen aufgezeigt. Und eine Medienstation lädt mit einem virtuellen Spiel dazu ein, einen historischen Hochofen zu beschicken und sich darüber hinaus über die europäischen Industriemuseen zu informieren.
Bis 25. Oktober. Duisburg. 81 Künstler aus der Region zeigen bis zum
20. September ihre Werke im Wilhelm Lehmbruck Museum. Ob Malerei, Skulpturen oder grafische Arbeiten: Die Künstler veranschaulichen die Lebendigkeit der Duisburger Kunstszene. Bielefeld. Der 1963 in China geborene Fang Lijun ist ein Künstler von Weltruf, der seit 1995 in den Niederlanden, Frankreich, Japan und New York Einzelausstellungen hatte. Die Kunsthalle Bielefeld zeigt eine Retrospektive des Künstlers mit rund einhundert, teilweise sehr großformatigen Gemälden und Skulpturen. Bis 1. November. Münster. Zum 100. Todestag erinnert eine Ausstellung im Stadtmuseum Münster an den weltberühmten Zauberer Johann Friedrich Alexander Heimbürger. Der als „Herr Alexander“ bekannte Magier wurde 1819 in Münster geboren. Er hatte es vor allem in den USA zu Ruhm gebracht und ist auch in Herman Melvilles Roman „Moby Dick“ verewigt. Der Zauberer gilt als der Erfinder der Schwebe-Nummern. Der Magische Zirkel von Deutschland nennt ihn den „David Copperfield des 19. Jahrhunderts“.
Bis zum 20. September. Bonn. Klo-Kritzeleien sind ein zeitloses Phänomen, schon die alten Römer haben Botschaften in der Latrine hinterlassen. Den Sprüchen und dem Gekritzel auf Türen und Wänden von öffentlichen Toiletten widmet die Uni Bonn jetzt bis zum 20. Oktober eine kleine Fotoausstellung. |