Vier Blickpunkt-Leser im Fokus
Ein guter Chef– was zeichnet ihn aus?
Wilhelm Kempermann (48),
Elektriker aus Herford:
„Dass er alles für das gute Betriebsklima tut. Dazu gehört der direkte Kontakt zu den Mitarbeitern: Wenn der Chef nicht weiß, was ich mache, kann er mich weder tadeln noch loben. Einen vernünftigen Umgang mit der Belegschaft finde ich noch wichtiger als die Höhe der Bezahlung. Klar auch, dass der Chef für sichere Arbeitsplätze sorgt.“
Katharina Spratte (25),
Mechatronikerin aus Bielefeld:
„Ein guter Chef sollte sich für seine Leute einsetzen, Kritik auf jeden Fall sachlich rüberbringen und auch mal loben, wenn etwas gut gelaufen ist. Höflichen Umgang miteinander sollte man eigentlich voraussetzen, ist leider aber nicht immer gegeben. Der Chef sollte über manche Sachen auch mal hinwegsehen können: Wenn man zum Beispiel kurz mal mit Kollegen plaudert.“
Joachim Langer (49),
Maschinenschlosser aus Bünde:
„Loyalität den Mitarbeitern gegenüber. Dass er ein Ansprechpartner für den Fall ist, dass irgendetwas anliegt oder schiefläuft. Das
geht aber nur, wenn man dem Chef vertrauen kann. Und – ganz selbstverständlich – soll er etwas vom Fertigungsablauf verstehen und nicht nur ein Theoretiker sein.“
Volker Leo (53),
Maschinenschlosser aus Leopoldshöhe:
„Erstens, für sichere Arbeitsplätze sorgen. Zweitens, den Kontakt pflegen. In einer
größeren Firma ist das zwar schwierig, aber wenn der Chef einmal in der Woche vorbeigeht und lächelt, ist das schon etwas. Wichtig ist auch, dass die Mitarbeiter ihre Ideen ein
bringen können. Und wenn die verwirklicht werden, dass er 200 bis 300 Euro dazuzahlt.“ |