Dasa zeigt, wie es zu Katastrophen kommt ? und wie man mit ihnen umgehen kann: Blickpunkt Wirtschaft

Wenn die Erde wackelt …

Dasa zeigt, wie es zu Katastrophen kommt – und wie man mit ihnen umgehen kann

Dortmund. Erst vibriert der Boden nur leicht, dann stärker. Tisch und Stühle wackeln, die Lampe pendelt gefährlich. Egal, wo man hingeht, man entkommt dem Beben nicht.

Das ist ein beklemmendes Gefühl. Doch die gefürchteten Folgen bleiben aus, denn hier ist es absolut sicher.

Im Erdbeben-Simulator der Arbeitsweltausstellung Dasa in Dortmund hat man denn auch bei Stärke acht auf herumfliegende Bücher, Tassen, Teller und Wände verzichtet. In der Realität dagegen, wie zuletzt bei den schweren Erdbeben in Mittelitalien, bleibt kein Stein auf dem anderen, gibt es Tote und Verletzte, gilt die „Alarmstufe Rot“.

Unter eben diesem Titel hat die Dasa bis zum 24. September Katastrophenalarm ausgerufen. In der Sonderausstellung geht es jedoch nicht um Voyerismus. Sie will zeigen, was passiert, wenn etwas passiert. Wie ist es zum Unglück gekommen? Wie gehen Menschen damit um?

200 Objekte, Modelle und Simulationen sind auf die Stationen Naturkatastrophen, Feuer, Transport, Arbeit und Industrie sowie „Der menschliche Faktor“ verteilt. Erdbeben oder Vulkanausbrüche ziehen den Menschen „einfach so“ den Boden unter den Füßen weg. Da kann nur mit besonnenen Verhaltensregeln, beherztem Zupacken und ausgeklügelter Technik reagiert werden.

Andere Tragödien wie der Chemieunfall von Seveso oder das Zugunglück von Eschede sind von Menschen gemacht oder durch technisches Versagen verursacht. Zahlreiche Bestimmungen wurden nach solchen Unfällen erlassen. Aber neben den Vorschriften zählt auch eine gute Ausbildung, gezieltes Training, um Unglücke zu verhindern.

„Alarmstufe Rot“ klärt über diese Zusammenhänge auf. Zudem können die Besucher selbst Gefahrensituationen erfühlen. Wer nach einer Runde im Überschlag-Simulator zittrig aus dem Auto steigt, wird nie mehr vergessen, sich anzuschnallen. Wer in die aufblasbare Rettungsinsel klettert und sich vorstellt, darin übers offene Meer zu treiben, wird dankbar sein, dass seit der Titanic-Katastrophe Wert auf Rettungstechnik an Bord gelegt wird.

Bakterien, die verseuchtes Wasser fressen, Hitzeschutzanzüge für Feuerwehrleute, Bergbauhelme, die Gasalarm geben: Die Dasa ermöglicht einen spannenden Blick auf Katastrophen – und wappnet ihre Besucher für den Fall der Fälle.

Mehr Infos:
dasa-dortmund.de

Was sonst noch läuft

Kommern. „Guckkasten-Panoptikum“, Kettenkarussell und Messerwerfer waren zur Kaiserzeit auf jeder Kirmes zu finden. Mit dem nostalgischen Jahrmarkt anno dazumal lässt das LVR-Freilichtmuseum Kommern vom 15. bis 23. April diese alten Zeiten wieder aufleben.
ao5.de/kommern-jahrmarkt

Bottrop. Die Enterprise landet im Ruhrgebiet. Im Movie Park Germany geht es auf einer Achterbahn mit Star-Trek-Lizenz rund. Herzstück ist eine 40 Meter hohe Twisted Halfpipe. In der Themenwelt dazu können Besucher als Starfleet-Kadetten die Raumschiff-Crew retten.
movieparkgermany.de/startrek

Waltrop. Mit einem Wasserspielplatzfest startet das Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg am 9. April zwischen 11.30 und 16 Uhr in die Saison. Das Wikingerschiff „Asgard“ legt an, und das Fahrgastschiff „Henrichenburg“ bringt die Besucher durch die Schleuse.
ao5.de/saison-eroeffnung

Münster. Im Allwetterzoo Münster leuchten in diesem Monat nicht nur die Laternen, sondern von 19 bis 22 Uhr auch „Chinesische Lichter“: 40 Tier-Figuren im asiatischen Stil sind bunte Hingucker zwischen den Gehegen. Chinesische Künstler zeigen außerdem Akrobatik und Handwerkskunst.
allwetterzoo.de


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Blickpunkt Wirtschaft April-Ausgabe 2017