Sicherheit: Wie vernetzte Haustechnik Einbrecher austrickst: Blickpunkt Wirtschaft

Freitags schlagen Diebe am häufigsten zu

Sicherheit: Wie vernetzte Haustechnik Einbrecher austrickst

Köln. Das Profi-Werkzeug eines Einbrechers ist 30 Zentimeter lang: „Den Schraubendreher an der richtigen Stelle angesetzt – und in 30 Sekunden ist der Dieb drin“, sagt Knut Samsel, Kommissar am Kölner Polizeipräsidium.

Fast 150.000 Einbrüche gab es 2013 bundesweit – alle vier Minuten, so oft wie seit 15 Jahren nicht mehr. Schaden: 480 Millionen Euro. Besonders an Freitagen und in der dunklen Jahreszeit steigen die Fallzahlen. Die Hälfte der Einbrecher kommt durch Terrassentüren oder Fenster rein.

Schutz bieten Stangenverriegelungen im Rahmen. Für 200 bis 350 Euro lässt sich ein Fenster nachrüsten. Fachbetriebe in der Nähe kennen die polizeilichen Beratungsstellen, die man im Internet unter polizei-beratung.de finden kann.

Doch immer mehr Privathaushalte investieren in Hightech. „Der Trend geht zu vernetzten Systemen“, sagt Michael Bräuer, Marketing-Chef bei der Sicherheitstechnikfirma Abus aus Wetter an der Ruhr. Apps etwa schlagen Alarm, wenn die Wohnungstür nicht richtig verschlossen ist, regeln das Hoch- und Runterfahren von Rollläden oder schalten Lampen an und aus.

In solche Technik investierten Haushalte und Betriebe im vergangenen Jahr 673 Millionen Euro. Mit Erfolg: Bei 60.000 der 150.000 Einbrüche gaben die Täter 2013 vorzeitig auf. Das sind 40 Prozent aller Fälle. Vor 15 Jahren scheiterte lediglich ein Drittel der Versuche.


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