Tipps vom Sportwissenschaftler: Wie wir ganz leicht mehr Schwung im Alltag bekommen: Blickpunkt Wirtschaft

So werden Sie wieder fit

Tipps vom Sportwissenschaftler: Wie wir ganz leicht mehr Schwung im Alltag bekommen

Heidelberg. Im Grunde wissen wir es – doch im Alltag verdrängen wir es gern: Bewegungsmangel schadet, verursacht Rückenbeschwerden und führt zu Herz-Kreislauf- Erkrankungen. Sitzen ist einer der größten Gesundheitskiller! Selbst Grundschulkinder der vierten Klasse hocken im Schnitt fast zehn Stunden am Tag herum, wie eine aktuelle Studie der Uni Heidelberg ergab. Einer der beiden Autoren ist der Sportwissenschaftler Professor Gerhard Huber. Er gibt Tipps, wie man mit einfachen Tricks mehr Schwung ins Leben bringt.

  • Verhalten ändern. Treppen steigen statt den Aufzug nehmen – allein das bringt schon ein bisschen mehr Kondition. Eine Haltestelle früher aussteigen. Das Auto ein paar Meter weg von der Firma parken. Nicht mit dem Kollegen telefonieren – aufstehen und hingehen!
  • Bewegung als Geschenk sehen. Beim Radfahren zur Arbeit die frische Luft genießen. Sich freuen, wenn man am Stau vorbeifährt. Huber: „Das sind kleine Glücksmomente, die man bald nicht mehr missen möchte.“
  • Barrieren vermeiden. Man muss nicht unbedingt zum Arzt, wenn man mit dem Sport wieder anfangen möchte, so Huber: „Da braucht man einen Termin – und na ja, schnell ist der gute Vorsatz vergessen.“ Den Neustart aber bitte langsam angehen! Und außerdem: Jeder sollte sowieso regelmäßig zum Medizincheck, unabhängig vom Sport.
  • Bequemlichkeitsfallen abbauen. Wenn Sie einen Garten haben: Öfter mal elektrische Geräte meiden. Stattdessen zum Beispiel den Rasen mit dem Handmäher stutzen. So verbrennt man nebenbei ein paar Kalorien.
  • Ohne Sportgeräte trainieren. Das kostet nichts, und man kann spontan anfangen. Um die Muskeln zu kräftigen, erst mal mit ein paar Kniebeugen oder Liegestützen starten. Gut ist auch Gymnastik mit dem Theraband. Fünf bis sechs Übungen abends vor dem Fernseher bringen schon einiges.
  • Nette Umgebung schaffen. Viele haben einen Hometrainer. Doch der verstaubt meist im Keller. „Er muss da stehen, wo man sich gern aufhält“, sagt Huber. Sonst sei das Geld für das Fitnessgerät zum Fenster rausgeworfen.
  • Regelmäßig was tun. Anfänger sollten mit 15 Minuten am Tag anfangen. Ein guter Einstieg ist der abendliche Spaziergang um den Block. Egal, ob am Stück oder in Portionen: Jeder Schritt zählt! „Acht von zehn Diabetikern ließen sich durch Bewegung heilen!“, betont der Sportwissenschaftler.
  • Ganzheitlich trainieren. Ausdauer, Kraft, Koordination, Beweglichkeit – alles sei wichtig: Deshalb auch regelmäßig Gymnastikübungen machen. Zum Beispiel öfter mal auf einem Bein stehen. „Das fördert das Körpergefühl und die Balance“, so Huber. „Das ist ganz wichtig fürs Alter.“

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